SILKE WAGNER

EXHIBITIONS // 2009 // BERLIN

SILKE WAGNER

PINK TURNS TO GREY

BERLIN

Nov 21 2009 – Feb 06 2010
PRESS RELEASE ENGLISH

Galerie Wilma Tolksdorf presents new works from 2008/2009 by the artist Silke Wagner in an exhibition entitled "Pink Turns to Grey".
Silke Wagner's oeuvre contains formally and thematically very heterogeneous works. Her conceptual approach unites on the one hand quite different artistic media and yet is also quite at home outside genuinely artistic fields of action.
Typical for Silke Wagner's work is the transference of politically or socially relevant topics into an artistic and aesthetic context. Frequently, her practice involves collaboration with socially or politically active groups or initiatives, and in her projects she addresses social, political, or ecological concerns. Her intention is to activate public communication processes and to provide opportunities for interaction.

The exhibition "Pink Turns to Grey" comprises an expansive installation of various individual works that engage with the inscribed codes of fashion and their assignments of role stereotypes. The sculpture "Angela Emma Marlene Petra Rosa" - made for the Sprengel Museum in Hanover - consists of a folding screen with a mirror on the front side. On the mirror's surface we find the name of five female protagonists who played an important role in women's liberation: Angela Davis, Emma Goldman, Marlene Dietrich, Petra Kelly, and Rosa Parks. The select pieces of clothing (for example, a dinner jacket, a sweatshirt with the text "lieber heute aktiv als morgen radioaktiv" [better be active today than radioactive tomorrow]) represent these women. Silke Wagner had them reproduced in her own size by a tailor.

The exhibition also includes a series of lithographs and wall objects consisting of quotations by the civil rights activists Angela Davis and Rosa parks, the actress Marlene Dietrich, and the anarchist Emma Goldman. The wallpaper "Vivienne" consist of small-format silkscreen prints showing a tartan pattern made up of numerous hands clasping each other - the handshake as an international symbol of solidarity.

Silke Wagner was born in 1968 in Göppingen. Her work has been shown in numerous solo and group exhibitions, for example at Rooseum Malmö, Lentos Kunstmuseum Linz, Generali Foundation Wien, skulptur projekte münster 07, n.b.k. Berlin, Sprengel Museum Hannover, and Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main. In October 2009, the public memorial to Georg Elsner (who attempted to assassinate Hitler), a light installation by Silke Wagner, was permanently installed in Munich. In 2010, she will have an exibition at Oldenburger Kunstverein, and she will also participate in the exhibition emscherKUNST 2010, which is part of the culture capital Ruhr 2010.

Silke Wagner lives and works in Frankfurt am Main.

PRESS RELEASE DEUTSCH

Die Galerie Wilma Tolksdorf präsentiert mit der Ausstellung "Pink turns to Grey" aktuelle Arbeiten von Silke Wagner aus den Jahren 2008/2009.
Das Werk von Silke Wagner umfasst sowohl formal als auch thematisch sehr heterogene Arbeiten. Ihr konzeptueller Ansatz vereint auf der einen Seite die verschiedensten künstlerischen Medien miteinander und bewegt sich doch auch außerhalb genuin künstlerischer Aktionsfelder.
Kennzeichnend für Silke Wagners Arbeitsweise ist die Überführung von politisch oder gesellschaftlich relevanten Themen in einen künstlerischen und ästhetischen Kontext. Oft arbeitet die Künstlerin in einer kollaborativen Praxis mit gesellschaftspolitisch arbeitenden Gruppen oder Initiativen zusammen und thematisiert mit ihren Projekten soziale, politische oder ökologische Entwicklungen. Ihre Intention ist es, öffentliche Kommunikationsprozesse zu aktivieren und Angebote zur Interaktion zu schaffen.

Die Ausstellung "Pink turns to Grey" zeigt eine raumgreifende Installation aus verschiedenen Einzelarbeiten, die sich mit den eingeschriebenen Codes von Mode und ihren Rollenzuschreibungen auseinandersetzen. Die Skulptur "Angela Emma Marlene Petra Rosa" - entstanden für das Sprengel Museum Hannover - besteht aus einem Paravent, dessen Vorderseite verspiegelt ist. Auf der Spiegelfläche sind die Namen von fünf weiblichen Protagonistinnen zu lesen, die eine wichtige Rolle für die Emanzipation der Frauen spielten: Angela Davis, Emma Goldman, Marlene Dietrich, Petra Kelly und Rosa Parks.
Die ausgewählten Kleidungsstücke (z.B. ein Smoking, ein Sweatshirt mit dem Aufdruck "lieber heute aktiv als morgen radioaktiv") stehen stellvertretend für diese Frauenfiguren. Silke Wagner ließ sie von einer Schneiderin in ihrer eigenen Größe nachproduzieren.

Zu den weiteren Arbeiten der Ausstellung gehört eine Serie von Lithografien und von Wandarbeiten, bestehend aus Zitaten der zuvor genannten Bürgerrechtlerinnen Davis und Parks, der Schauspielerin Dietrich sowie der Anarchistin Goldman. Die Tapete "Vivienne" besteht aus kleinformatigen Siebdrucken, die ein Tartan (Schottenkaromuster) zeigen, welches sich aus vielen ineinander greifenden Händen zusammensetzt - der Händedruck als internationales solidarisches Symbol.

Silke Wagner wurde 1968 in Göppingen geboren. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenaus-stellungen vertreten, u.a. im Rooseum Malmö, dem Lentos Kunstmuseum Linz, der Generali Foundation Wien, den skulptur projekten münster 07, dem n.b.k. Berlin, dem Sprengel Museum Hannover sowie der Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main. Seit Oktober 2009 ist in München ein öffentliches Denkmal für Georg Elser (Widerstandskämpfer und Hitlerattentäter), eine Lichtinstallation von Silke Wagner, zu sehen. 2010 wird die Künstlerin im Oldenburger Kunstverein ausstellen und im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 an der Ausstellung emscherKUNST 2010 teilnehmen.

Silke Wagner lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

SILKE WAGNER

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