TIMO KUBE

TIMO KUBE
SCREENS AND STAGES

FRANKFURT

Mar 07 2009 – Jul 11 2009
PRESS RELEASE DEUTSCH

Mit "SCREENS AND STAGES" präsentiert die Galerie Wilma Tolksdorf neue Arbeiten von Timo Kube. Der Titel der Ausstellung verweist sowohl auf die Entstehung der Arbeiten als auch auf ihre Funktion im Ausstellungszusammenhang. Die verschiedenen Werke bieten Projektionsflächen und Plattformen für den Betrachter. Als Repräsentanten sinnlicher Ideen inszenieren sie die Fragilität der Wahrnehmung und erzeugen eine Spannung zwischen der objektiv existierenden und der subjektiven Wirklichkeit.
Timo Kube setzt sich mit primären Formen, ungestaltetem Material und physikalischen Grundkräften auseinander. In seinen Arbeiten verbindet er konzeptuelle Ideen mit sinnlichen und experimentellen Erfahrungen, die die Unsicherheit und Bedingtheit der Wahrnehmung thematisieren. Material, Oberfläche und Format liefern in seiner künstlerischen Praxis die entscheidenden Reize und visuellen Informationen. Die Rezeption des Betrachters steht dabei im Mittelpunkt seines Interesses.
Die bildlichen Arbeiten zeigen eine introspektive Reflexion über Malerei. In ihnen untersucht der Künstler die Indexikalität von Bildern, also die Fähigkeit, auf etwas zu verweisen. Bereits durch die Verwendung von Materialien wie Spiegelflächen setzt sich Timo Kube mit dieser Thematik auseinander, da die Reflexion hier immanent ist. In den Spiegelarbeiten ersetzt das Glas die Leinwand. Deren Oberfläche bearbeitet Kube mit Graphit- und Farbpigmenten, glänzendem oder matten Lack und schafft so Gemälde, die ihr Aussehen jeden Moment zu verändern scheinen.
Alle neuen Werke verweigern sich einer konkreten Präsentation und beabsichtigen, den Betrachter zu der Erfahrung seiner eigenen Wahrnehmungs- und Sehprozesse zu führen. Sie erfordern das unmittelbare Erleben vor Ort, da sie eine untrennbare Verbindung mit dem Raum eingehen. Mit den wechselnden Perspektiven des Betrachters verändert sich das Aussehen der Arbeiten und die Grenzen von Realraum und Bildraum lösen sich auf. Der Betrachter wird somit zum Teil der Ausstellung und die Ausstellung zum Produkt seiner Seherfahrung

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